Presseerklärung zum vorliegenden Bebauungsplanentwurf

Presseerklärung der Vilgertshofer Wohnbau GmbH & Co. KG Bebauung Kreuzlinger Feld:

„Der vorliegende Bebauungsplanentwurf ist eine ausgewogene und im Dialog gemeinsam mit den Bürgern erarbeitete Planung“

Alling / Germering, 21. Oktober 2021 – Die Bebauung des Kreuzlinger Felds im Germeringer Westen ist häufig Thema in der Öffentlichkeit. Klarheit bringen hier nur die Fakten – und ein Blick darauf, was die Stadt Germering, der Stadtrat, Fachplaner, Investoren, die Bürger und die direkten Anlieger über viele Jahre positiv für die geplante Bebauung des Kreuzlinger Felds vorangebracht haben.

1.     Verfahren und Bürgerbeteiligung

Ausgangspunkt der heutigen Planungen ist die Rahmenplanung fürs Kreuzlinger Feld, die der Stadtrat Germering am 25. September 2018 in öffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit beschloss. Seitdem wurde die Öffentlichkeit mehrfach und über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus beteiligt.

Diese Beteiligung hat Früchte getragen: So brachten Bürgerinnen und Bürger aus der Nachbarschaft sowie der TSV wertvolle Anregungen vor, die in die Rahmenplanung integriert wurden. Dies betrifft zum Beispiel die Reduktion der Höhe der Bebauung: Aufgrund der Bürgergespräche wurde auf Antrag des Stadtrats beschlossen, dass es jetzt keine fünfstöckigen Gebäude mehr, wie ursprünglich geplant, gibt und der Großteil der Gebäude zwei- und dreistöckig sein wird. Zudem wurde auf Anregung des TSV die Position und die Gestaltung des südlichen Vorplatzes geändert. Zusätzlich zu diesen Anregungen gab es Expertengespräche, zusammen mit Teilnehmern der Bürgerinitiative „Lebenswertes Germering“. Auf dieser Basis entstand dann ein städtebaulicher Entwurf, der in dem vorliegenden Bebauungsplan mündete. So führten Beteiligung und Dialog zu einer noch ausgewogeneren Planung. Dass nicht alle Anregungen in einer Planung umgesetzt werden können, liegt in der Natur der Sache: Es wird nie eine Planung geben, die den Wünschen aller entspricht.

2.     Bebauungsplan

Die Festsetzungen im Bebauungsplan zur Dichte der Bebauung passen sich den Festsetzungen der an das Kreuzlinger Feld angrenzenden Bebauungspläne, oder der direkt angrenzenden Bebauung, an. Das heißt: Die geplante Bebauung des Kreuzlinger Feldes ist genauso dicht wie die bereits vorhandene Bestandsbebauung in der Nachbarschaft. Das von der Bürgerinitiative erstellte Lego-Modell ist daher hinsichtlich der Dichte falsch. Wenn die Bürgerinitiative also eine Anpassung der Planungen fordert, die die Nachbarbebauung berücksichtigt, fordert sie etwas, das bezüglich der Dichte heute bereits im Bebauungsplanentwurf umgesetzt ist.

Würde die Bebauung weiter reduziert, wie von der Bürgerinitiative gefordert, würde nicht günstigerer, sondern teurerer Wohnraum entstehen – denn der Anteil „Boden“ einer Bebauung ist in unserer Region der entscheidende Kostenfaktor. Zudem würde die Reduktion der Bebauung dem Grundsatz eines sparsamen Umgangs mit der Ressource Fläche und Boden eklatant zuwiderlaufen.

3.     Geförderter Wohnungsbau / Schule / Wohnungen für Bürger

Die Stadt Germering hat mit den Investoren zusammengefasst folgende Vereinbarung getroffen:
Im gesamten 1. Bauabschnitt kann die Stadt auf über 150 Wohnungen zugreifen und hat hierfür ein Vorauswahlrecht / Ankaufsrecht.
Zusätzlich zu dieser Vereinbarung entstehen auch zehn Mehrgenerationen-Wohnungen die alle mindestens barrierefrei, die Wohnungen im Erdgeschoss sogar behindertengerecht, werden. Auch für diese Mehrgenerationen-Wohnungen hat die Stadt ein Zugriffsrecht.
Der größte Anteil sind jedoch die, nach der vom Germeringer Stadtrat beschlossenen „Sozialgerechten Bodennutzung“ (SoBoN), vertraglich vereinbarten rund 190 geförderten Wohnungen. Diese Wohnungen kann die Stadt an jeden Germeringer Bürger weitergeben, der nach den Vorgaben der Stadt berechtigt ist, eine geförderte Wohnung zu belegen.
Damit hat die Stadt Germering am Kreuzlinger Feld Zugriff und Belegungsrechte auf über 50% der Wohnungen.

Dieser hohe Anteil an Wohnungen mit Zugriffs-, Ankaufs- und Belegungsrechten ist eine absolute Premiere in Germering. Basis dafür ist eine Vereinbarung, die die Stadt Germering und die Investoren geschlossen haben, um den seit Jahren bestehenden Mangel an Wohnungen in Germering endlich zu beheben. Mehr als 600 überwiegend Germeringer Familien haben sich bereits für die Wohnungen am Kreuzlinger Feld vormerken lassen.

Unabhängige Gutachten belegen: Im Germeringer Westen werden dringend Schule und Kita benötigt. Für 80% der neu entstehenden Schul- und Kita-Plätze besteht der Bedarf bereits, denn laut der Demographie Studie ist bekannt, dass spätestens 2032 an den vorhandenen Schulstandorten auch ohne das Kreuzlinger Feld kein Platz mehr ist.

4.     Verkehr

Zwei unabhängige Verkehrsgutachten wurden erstellt – und beide kommen zu demselben Ergebnis: Das vorhandene Germeringer Straßennetz ist dem durch die Bebauung des Kreuzlinger Felds ausgelösten Verkehr gut gewachsen. Dabei wurde auch die Anbindung auf die Landsberger Straße berücksichtigt. Auch der am Kreuzlinger Feld geplante Nahversorger und die kleinen Läden sorgen für weniger Verkehr, denn alle Bürgerinnen und Bürger, die hier in Zukunft vor Ort einkaufen können, müssen nicht mehr quer durch Germering zum Einkaufen fahren.

5. Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Klimaneutralität

Baustoffe aus der Region, Firmen aus der näheren Umgebung, Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt Germering, ein Mobilitätskonzept … all dies wird am Kreuzlinger Feld zur Nachhaltigkeit beitragen.

Fazit:

Eine über Jahre im Dialog entwickelte und gutachterlich bewertete Planung liegt vor. Eine neutrale Betrachtung wird zu dem Ergebnis kommen: Die Planung wurde in vorbildlicher Form erarbeitet. Jetzt bleibt die Zuversicht, dass dies der VGH erkennt, bei dem die Stadt Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts eingelegt hat. Sollte der VGH das Urteil des Verwaltungsgerichts bestätigen, liegt es an den rund 30.000 Germeringer Bürgerinnen und Bürger, die den Antrag auf ein Bürgerbegehren der Bürgerinitiative nicht unterschrieben haben.
Dann heißt es bei dem dann wohl folgenden Bürgerentscheid:

  • Für bezahlbaren Wohnraum oder dagegen
    Für Schule, Kita, Nahversorger oder dagegen
    Für das Gemeinwohl oder für die Eigeninteressen einiger weniger Nachbarn

Wir stehen für Klarheit und für eine gut gestaltete Zukunft auf dem Kreuzlinger Feld.

Alling, den 21.10.2021

Thomas Vilgertshofer
Vilgertshofer Wohnbau GmbH & Co. KG

 

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